Nu isses wieder soweit. Friedlich sitze ich bei mir zu Haus herum und lese Hochliteratur, da drängen süßliche Klänge an mein Ohr. Widerliche Kitschfolklore mit Blasinstrumenten und Quetschen heischt meine Aufmerksamkeit. Sukzessive lauter wird der Buhei, und ich vermute eine Zigeunerkapelle, die sich in dramatischer Steigerung auf den Platz vor meiner Wohnung zubewegt, um mir ein Ständchen zu bringen.
Kaum, daß ich mich herablasse, huldvoll vom Söller zu blicken, johlen sie auch schon. Schnell trete ich einen Schritt zurück, aus ihrem Blickfeld heraus. Stante pede hören sie zu spielen auf. Man muß solch einem Treiben aber auch nun wirklich keinen Vorschub leisten. Wo kämen wir denn da hin?!
Kalt ist der Sonntag, doch was hilft es. Ich habe mit Roland und Boris verabredet, sein Boot in zwei Etappen von Oranienburg nach Groß Köris zu verholen, und so bringt uns Mehlig Bey nach Norden. Der einsetzende Regen, das von vereinzelten Kfz aufwirbelnde Wasser, das hissende Rauschen Pfützen verdrängender Reifen, all das verstärkt nur noch die Melancholie eines grauen Sonntag Morgens. Wie vier wetterfühlige Opas seufzen wir umeinander: „Ja, es wird Herbst.“ „Ach ja.“
Endlich in der Oranienburger Marina angekommen kneift Boris im letzten Moment. Er beruft sich auf die Tatsache, daß nur zwei Regenhosen vorhanden wären und er daher großzügig zu meinen Gunsten auf den Trip verzichten wolle. Soll mir recht sein; mit solch wasserscheuen Elementen wird die Welt nicht erobert. Noch ist die Laune kapriziös
Roland und ich ziehen schon mal die Regenklamotten an, trinken dann noch einen Kaffee, dann reißen wir den 2 ½ PS starken Tohatsu Außenborder an und schon geht’s los. Mit Vmax 9 km/h donnern wir Richtung Berlin. Schnell verlassen wir die Zivilisation, schneidend verdammt uns der Fahrtwind fast zur Unterhaltungslosigkeit, Tohatsu-san tut sein Übriges. Es sind wahrhaftig knapp über 10° und etwa 1 Mio. Dezibel. Gut, daß wenigstens der Regen bald schlapp macht.Als nächstes geht es über einen endlos scheinenden Kanal durch die grüne Hölle Brandenburgs. Links und rechts nur Bäume, Gräser und wilde Vögel. Wäre es nicht so lausig kalt, könnte ich meinen, Enrico Caruso aus einem Grammofon zu hören und der Kinski bölkt dazu irgendwas. Gut, daß wir immerhin gutes Kartwerk haben, sonst wären wir binnen Minutenfrist rettungslos verloren. Nur eine einzige Marina sehen wir auf diesem langen Abschnitt. Grüne Hölle Brandenburg
Nach einer geraumen Weile hören wir jedoch metallisches Kreischen, großdingliches Klötern und dumpfes Hämmern. Unser Kanal verbreitert sich, links und rechts sind vereinzelt Datschen zu sehen, die Krachsymphonie wird stärker. Am linken Ufer dann ein Schornstein und einige verfallene Gebäude, der Wasserweg macht einen scharfen Linksknick und vor uns liegt das Elektrostahlwerk Hennigsdorf. Endlich wieder Zivilisation! Und dann auch noch so eine schöne! Ich als Kind des Ruhrgebiets bin darüber noch einen Tacken stärker erfreut als Roland ohnehin schon. Doch auch er als Käpt’n ist sehr froh, wieder sicheres Gewässer unter den Planken zu haben. Die Lok ist eine ausgeprägte Schönheit, die Kokillen aber auch
Nun geht es auch mit raschem Tempo auf Berlin zu. Entlang der Strecke gibt es wieder was zu sehen. Bald schon tauchen die Umrisse des Nieder-Neuendorfer-Sees auf, durch den einst die innerdeutsche Grenze verlief. Von der Havel hat er zwei Zugänge, von denen einer immer noch mit Wracks verstopft ist, die die Grenztruppen der „DDR“ dort einst versenkt hatten. Das westlich Ufer des Sees gehört schon zu West-Berlin, zum Bezirk Tegel. Sofort ist zu merken, daß hier eine Art Haute-Volé ihre Behausungen hat. Die Villen sind deutlich prächtiger als im ärmlichen Brandenburg, auch muß man hier keine Dächer mit glänzend grünen oder lila Schindeln anschauen. Die Marinas sind zahlreicher, die Ausflugslokale auch und auf dem Wasser fahren einige Segelclubmitglieder eine Privatregatta, was uns aber nicht weiter stört, den Tohatsu-san treibt uns mit mörderischem Krawall seine stoischen 9 km/h nach vorn. Schwupp die Havel hinab, an Heiligensee vorbei, Konradshöhe und den Tegeler See links liegen gelassen. Valentinswerder nur mit einem Blick gestreift, biegen wir in den Berlin-Spandauer-Schiffahrtskanal ein. Nach dem abwechslungsreichen Augenschmaus der letzten Stunde ist dies nun ein mehrere Kilometer langes, schnurgrades Stück Wasserödnis, das zum Westhafen führt. Einzig die Schleuse Plötzensee bringt etwas Abwechslung. Hier ist gut posen. Roland gibt den "Großen Griechen"
Leider ist die kürzere Strecke über den Nordhafen zum Humboldthafen für Sportschiffahrt gesperrt, und so müssen wir den Umweg über den komische Skulptur entlang des Charlottenburger Verbindungskanals
Charlottenburger Verbindungskanal nehmen, um uns alsdann in die Spree zu ergießen. Immerhin kommen wir so bei Horst und Angela vorbei, die aber beide nicht zu Hause sind. Schade! Jetzt ein Tasse Kaffee und etwas Streuselkuchen wär nett gewesen. kolossale Platte gegenüber des Presseamts
Doch zum Klagen bleibt nicht viel Zeit. Kaum erreichen wir Mitte und die Museumsinsel, wird Verkehr der Ausflugsdampfer dichter. Mittlerweile ist der Lorenz doch noch rausgekommen und lockt amüsierwütige Touristen auf die Decks. Käpt’n Rolle gesteht mir, daß unser Treiben höchst verboten ist, da man hier wenigstens 5 PS für eine ordnungsgemäße Durchfahrt braucht und Tohatsu-san hat eben nur die Hälfte und so haben wir schon Nachteile, uns gegen die dicken Schiffe durchzusetzen. Letztendlich aber machen wir gute Miene zum Spiel und grüßen freundlich in alle Richtungen. Für die Zuschauer sicher ein Erlebnis, von dem sie noch ihren Enkeln erzählen werden.Jetzt noch eine Schleuse, am Mühlendamm, dann noch ein Stück Mitte und ab nach Kreuzberg, Friedrichshain und Treptow. Kurz vor der Oberbaumbrücke noch mal’n Uffreger, da ein duller Dampfschiffahrtskapitän ohne Signal zum Wenden ansetzt und uns fast in Seenot (oder muß es hier Flußnot heißen) bringt. Am Ende geht es aber noch einmal gut und als wir die Elsenbrücke passiert haben, kommt schon die Insel der Jugend in Sicht, der gegenüber wir Kirks Hafen in Stralau wissen.Wir legen an, bringen unseren eisernen japanischen Freund zum Schweigen. Und dann ist’s auch gut. Morgen nochmal.
Für den Montag ist hübsches Wetter angesagt. Also sind wir früh draußen. Diesmal ist Boris mit von der Partie. Er hat sich sogar Ohrenstöpsel mitgebracht, um dem Gedröhn des japanischen Außenborders zu entgehen. Dabei ist doch Tohatsu-san unser Garant fürs Fortkommen. Segeln ginge gar nicht, bei den ganzen Brücken, die uns im Wege sind und außerdem ist so ein Motor doch auch das eindeutige Zeichen von Fortschritt. Auf meine Frage, was er dagegen haben könne, höre ich nur ein läppisches „zu laut“. Hat man noch Töne?!
Noch ist alles friedlich
Bei Ankunft an Kirks Hafen liegt die Rummelsburger Bucht im Morgentau ganz malerisch vor uns. Das Wasser ist spiegelglatt, ein leichter Frühnebel wabert noch, einige Enten quaken sinnentleert vor sich hin. Quick klaren wir die „Marlen“ auf, betanken unseren Wunderwerk fernöstlicher Ingenieurskunst. Ein Riß an der Leine, und schon knattert er los. Erschreckte Wasservögel stieben auseinander, Möwen kreischen im Takt dazu und suchen Sicherheit, fast scheint mir, als wäre der Reiher am Ufer vor Schreck fast gestolpert. Die Leinen losgeschmissen, den Vorwärtsgang eingelegt, ¾ Kraft voraus machen wir hübsch Welle, fahren Spreeaufwärts Ideallinie. Um Schiffahrtszeichen kümmern wir uns nicht, es ist ja kein Verkehr. Nur einige verschrobene Angelbrüder sitzen an den Ufern und rollen mit den Augen. Aber sie können uns nix.
Tohatsu-san singt sein Lied
Bald schon sind wir in Oberschöneweide, passieren hübsche Villen, alte Fabriken, zauberhafte Ruderhäuser, Campingplätze und drumherum ist alles grün und vegetativ. Bei Köpenick biegen wir auf die Dahme ab, ein kleines Flüßchen, was uns nach dem Süden hin bringt. An der Umgebung ändert sich nicht viel, es ist immer noch ganz schön urban. Erst als wir die Regattastrecke der 36er Olympiade in Grünau hinter uns lassen und auf den Langen See kommen wird die Szenerie etwas weiter und dünner besiedelt. Kurz vor Schmöckwitz, an der Einmündung der Krampe bekommen wir noch mal Häuser zu sehen. Doch bald dahinter beginnt der Zeuthener See, Berlin liegt hinter uns und Seen wechseln sich munter mit Durchfahrten ab.
Ein Hauch von Exotik
Mal ist es weit und spärlich bewohnt, dann wieder steht eine niedliche Datsche neben der anderen. Umsäumt von Schilf und Bäumen erinnern die kleinen Wassergrundstücke in ihren Ansammlungen ein ganz klein bisserl an das Tigre-Delta bei Buenos Aires. Das Wasser ist aber nicht so schlammig, und es ist nicht ganz so warm hier, obwohl die gelbe Sau sich Mühe gibt.
Köpenick voraus
In Königswusterhausen muß nochmal geschleust werden. Krimnicksee, Krüpelsee, Biesdorfer Fließ heißen unsere nächsten Etappen. Zwischendurch gibt’s Knäckebrot mit Sardinenpaste und Äpfel. Auch Tohatsu-san verlangt immer wieder Stoff. Durch eine Laune der Natur hat er nämlich nur einen kleinen, integrierten Tank im Gehäusekopf, der nur einen Liter fasst. Das ist tatsächlich ein wenig spärlich, wo er doch ganz schön durstig ist.
HO-Schleuse
Nun ist es nicht mehr weit und die größeren Gewässer, Schmoldesee, Hölzerner See und Klein Köriser See habe nicht mehr so viel Liebreiz zu bieten. Erst die Durchfahrt durch den Moddergraben in den Kleinen und den Großen Moddersee bringen wieder etwas Spannung. Schließlich sind die Namen hier Programm. Aber unser Kaptein steuert uns sich hindurch, auch unter der Zugbrücke vor dem Schulzensee mit nur 1, 65 Meter lichte Höhe kommen wir elegant hindurch. Noch ein kleiner Kanal und der Zemminsee ist erreicht. Der Rankenhof, „Marlenekens“ Liegeplatz liegt vor uns.
Endlich: Der Rankenhof
Maststellen und aufriggen sparen wir uns für heute. Gut sechs Stunden hat die Fahrt gedauert, und Mehlig Bey ist eh bereits mit dem Auto da, um uns nach Berlin zu holen. Wir lassen also alles wie es ist und schemmen lieber wieder in die Großstadt. Mit dem Auto geht das übrigens doch schneller.
Boris ist der Mann links; nach dem Gebrauch von Ohrstöpseln
Am Abend läßt Roland es sich dann nicht nehmen, mich bei einem chinesischen Restaurant zum Essen einzuladen. Boris und Marek sind auch anwesend und unter Verbreitung von allerhand Seglerlatein schaufeln wir doppelt gebratenen Schweinebauch, Fisch bäuerlich, scharfe Rinderinnereien, Sülze mit fünf Gewürzen und anderes Zeugs in unsere hungrigen Mäuler. Die Stimmung ist bomfortionös und ich finde, fast gerührt, daß ich großartige Freunde habe.
Seemann, laß das Träumen
Den Heimweg trete ich dann, ich bemerke es allerdings erst später, mit verschiedenen Soßen auf Hose und Hemd lustig bekleckert an. Hihi.
Sowas passiert nicht alle Tage! Als ich den Tag in Klein Zecher beginne, eine lüttsche Ansiedlung in Schleswig-Holstein, nahe des Schaalsees und der mecklenburgischen Staatsgrenze, wo ich auf Besuch bei dem berühmten Schriftsteller Ch. Ernst weile, bahnt sich die Sonne bestimmt einen Weg durch den Frühnebel. Ein quickes Frühstück nur, etwas Kaffee, Christof muß schon wieder an den Schreibtisch. Ich beschließe den Heimweg über das nah gelegene Schwerin zu nehmen. Dort ist die diesjährige BUGA; sowas habe ich noch nie gesehen. Grund genug also.
In der Mitte, recht lütt, zwo Kraniche
Durch liebliche Endmoränenhügel, u.a. auch mit Kranichen bestückt, geht mein Weg nach Zarrentin, dann Stintenburg, wo sich eine kleine Seefischerei mit Abverkauf befindet. Hat leider um 9 morgens noch zu. Dann halt nicht. Der Tag ist auch so schön, ich habe es nicht eilig, die Chausseen sind leer und ich habe Spaß daran, mich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen zu halten. Das Licht ist klar, wie es nur im Norden klar ist, die meisten Felder sind abgeerntet, nur hier und da noch etwas Futtermais. Da vorn kommt ein Ortseingangsschild. Ich lasse den Wagen im Leerlauf ausrollen, passiere das Schild und werde augenblicklich geblitzt. Mit etwa 65. Herrgottsakrazefixhallelujanochemohl! Es ist keine Sau auf dieser elenden Dorfstraße, keine Schule und kein Kindergarten ist in der Näh, das tat doch nicht nötig. Meine schöne leichte Spätsommerstimmung ist dahin. Ich sinne sofort auf Rache, sehe mich bereits in Gedanken Sprengstoffattentate auf den Blitzkasten und die Gemeindeverwaltung ausüben. Aber das erscheint mir zu aufwendig. Geeigneter erscheint mir der Plan, die hiesige, verschlagene und offensichtlich geldgierige Bevölkerung mit schlechter Laune zu überziehen. Bald schon komme ich in Schwerin an, und es wird sich zeigen, daß mein Vorhaben weitere Nahrung erhält.
Da ich nicht weiß, wo diese BUGA ist, folge ich den Schildern, die mich auf dem Ortszubringer einmal ums ganze Landeshauptdorf in den entlegenen, berüchtigten Plattenbau- und Glatzenstadtteil ‚Großer Dreesch‘ führen. ‚Warum die das ausgerechnet hier veranstalten? ‘ frage ich mich noch; da lande ich schon auf einem großen Parkplatz, von dem ‚Park & Ride‘ für fünf € angeboten wird. Ich stelle den Motor ab, frage eine Wärterin, ob dieser horrende Preis auch das Entré beinhalte. „Neeeeiiiiiin“, bekomme ich mit großen Augen zu hören, „das geht natürlich extra!“ Wohlgemut patzig antworte ich: “Aber nicht mit mir! Wohl völlig übergeschnappt, was?“ Ich besteige den Wagen, drehe den Zündschlüssel und nix passiert. Sämtliche Elektrik verweigert den Dienst. Mir stockt der Atem, denn schon sehe ich mich auf den ADAC warten, der mir allein für die Anfahrt 150 Ocken abknöpft, wobei sich das Wärterinnentier hinter meinem Rücken eins feixt.
Die Fresse auf dem Wahlplakat erinnert mich an einen Bochumer Landwirtssproß
Als mein Atemreflex doch wieder einsetzt, kommt auch die Ratio wieder: Da gar keine Elektrik mehr geht, ist es sehr wahrscheinlich nur eine unterbrochene Hauptverbindung. Ich öffne also die Motorhaube, wackle einmal am Massekabel der Batterie, setze mich wieder hinter den Volant, starte und brause vor den Augen der verdutzten Einheimischen davon. Und diese olle BUGA beachte ich nicht weiter. Lieber fahre ich zur Autobahn. Die ist wie meist recht leer. Vom MP3 Player tönt ein Hörbuch, das mich zusätzlich entspannt. Mit gemütlichen 110 km/h gleite ich durchs Land. An einer Baustelle mit verengten Fahrstreifen erlaube ich mir ausnahmsweise Tempo 80, bei vorgeschriebenen 60, da ich hier der einzige Verkehrsteilnehmer bin und werde prompt geblitzt. Schon wieder ist die gute Stimmung dahin!
Die waren es!
Ein blondes Kommissärchen beugt sich zu mir und kommt mir maternal. Wie heuchlerisch! Dennoch backe ich kleine Brötchen, da mir zu allem Überfluss die Wagenpapiere fehlen. Die Uniformierte läßt andeuten, deswegen noch mal ein Auge zudrücken zu wollen, aber 20 Piepen wegen Geschwindigkeitsübertretung wären wohl fällig. Innerlich tobend, aber mit Kreide in Stimme und Angesicht berappe ich bar.
Derart eingeschüchtert halte ich mich nun penibel an alle Beschränkungen, was mir bis zur nächsten Baustelle gelingt. Wie gern tät ich hier 60 fahren, aber es staut. Mehrere Kilometer weiter wird klar, warum: Eine Dame in ihrem nagelneuen Mazda ist stehen geblieben, blockiert eine Spur. Danach geht es weiter bis zum nächsten Stau in derselben Baustelle. Nun ist ein Golf verunfallt und blockiert die andere Spur. Mühsam bewahre ich Fassung, passiere den Unglücksraben und kann dann ungehindert Richtung Hauptstadt brausen, wo mich die übliche Mischung baseliger Verkehrsteilnehmer empfängt; es ist das bekannte Konglomerat von unentschlossenen, tranigen Nichtblinkern und selbstmordgefährdeten Radfahrern und Fußgängern, die ohne Blickkontakt oder Handzeichen meine Bahnkreuzen. Und zu Hause im Briefkasten ist Post vom Finanzamt.
Wie gut, daß es wenigstens noch ein Highlight gibt. Abends besuche ich mit Henning das Auswärtsspiel unseres TeBe in Babelsberg. Wir gewinnen 1:0 und ergötzen uns an der Fanschaft des Charlottenburger Klubs: Silberhaarige Westberliner Rentner mit Gesundheitsschuhen, kettenrauchende Muttis, Computernerds, Altpunks, Verwaltungsfachangestellte, Best Ager jeder Couleur, Studenten, schicke Leute etc. Und alle feuern sie wie besessen ihren TeBe an. Und wir zwo mittenmang wollen ab jetzt so richtig dazu gehören. Welch versöhnlicher Tagesabschluß.